Teakholz besitzt die besondere Eigenschaft, dass das Kern- und Splintholz hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften homogen sind. Der Teakholzsplint hat annähernd gleiches Quell- und Schwindverhalten wie das Kernholz. Aus diesem Grund kommt es nicht zum Abschiefern des Splintes vom Kern, wie dies von heimischen Hölzern (zB Eiche) bekannt ist. Teakholz ist bekannt als rissfreies Holz. Diese Tatsache begründet sich auf das sehr geringe Quell- und Schwindverhalten. Man darf aber an dieser Stelle nicht vergessen, dass es sich um ein Naturprodukt handelt und daher in seltenen Fällen kleinste Risse vorkommen können.

Die meisten sind der Meinung, dass ein Teakholz nicht gepflegt werden muss. Teak ist pflegeleicht, erfordert aber je nach Anwendungsfall wie jedes andere Holz auch einer besonderen Pflege. Nimmt Teak einmal Wasser auf was bei einem ungeschützten Teak ohne Ausnahme erfolgen wird, dann ist es eine Frage der Zeit bis sich Pilze und Microorganismen im Teak bilden werden. Die Verrottung beginnt bereits, ohne dass äusserlich etwas zu sehen ist. Besonders wenn Grünverfärbungen auftreten, dann ist der Verrottungsprozess bereits erheblich fortgeschritten.

Bei Yachten haben wir es immer mit wechselnden Temperaturen, wechselnder Feuchte, unterschiedlicher Gewässer zu tun, so dass ein Teakdeck einer Yacht nun mal konserviert werden muss. Borsalzlösungen wie das Bocarol20 sind nur für die Erstkonservierung tauglich oder in nördlichen Breiten. Besser ist da die Konservierung mit den penetrierfähigen Ölen wie das Textrol( Natur oder Teak) die bis zu 30 mm tief im Teak einwirken können. Damit behält das Teak seine Elastizität, reißt nicht, wird dauerhaft vor Feuchte geschützt, verrottet nicht, hat ein einen UV-Schutz, das Holz kann atmen, nimmt kein Wasser auf und behält auch seine schöne natürliche braune Farbe.

Auch eine nachträgliche Behandlung vom Teak ist sinnvoll, wenn sich z.B. bereits kleine Risse gebildet haben. Da wird zuerst das Teak mit Net-Trol entfärbt und so lange mit Textrol eingelassen, bis es nichts mehr aufnimmt. Zuletzt wird dann das überflüssige Textrol mit dem Lappen abgewischt. Die Risse werden dabei weitgehend versiegelt, werden auch kleiner. Der Vorgang wird dann alle 1-2 Jahre wiederholt. Da genügt es 1-2 mal einstreichen und trocken wischen. Ein solches Teakdeck verrottet nicht und bleibt auch für Jahrzehnte erhalten.

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