OSMOSE - MYTHOS UND WAHRHEIT im Video leicht und verständlich erklärt.



Wir möchten Euch den Beitrag von von Yacht-TV über den Mythos Osmose und Wahrheit hier vermitteln. Es hat mehr als 15 Jahre gedauert, bis die Informationen von uns auch bei den Bootsbauern oder bei der Yacht erkannt und übernommen wurden. Wir wurden dafür immer wieder diskreditiert und besonders von Gewerblichen, die damit Geld verdienen angefeindet. Es bedarf bei dem Beitrag nur einer kleinen Ergänzung zu Feuchtemessung. Die Messung erfolgt nicht einfach willkürlich, sondern das Messgerät wird zuerst für GFK - Überwasserbereich kalibriert, was einen Wert um die 1,6 - 1,7 % ergibt. Bei dem Wert wie im Video mit 5% Feuchte im Laminat hätten wir ein versifftes Überwasserschiff was kaum vorstellbar ist. Dann wird ein Messprotokoll angefertigt und jede Messung am Unterwasserschiff 5 mal durchgeführt und der Durchschnitt gemessen. Dabei sollte die Messtiefe möglichst gering eingestellt werden, da sonst die Messwerte Fehlerhaft sind. Wir wollen nur die Differenz-feuchte zwischen Überwasser und Unterwasser feststellen, die dann nicht mehr als 0,8% betragen sollte. Natürlich lässt sich Osmose was eine Feuchtediffusion ist nicht messen. Es lässt sich aber der Feuchteanteil im Laminat messen und daraus kann dann zuerst einmal eine allgemeine Beurteilung erfolgen was weitere Untersuchungen erfordert. Wenn ein Boot über Jahre an Land trocknen konnte, damit das Laminat weitgehend entfeuchtet wurde, kann natürlich eine Feuchtemessung keine Beurteilung eines osmotischen Vorgang im Laminat ermöglicht. Da hilft dann nur die Altschichten wie Primer, Antifouling zu beseitigen und nach Schäden wie z.B. Blasen, eingetrocknete Blasen, kleine Haarrisse zu suchen. Ansonsten ist der Erwerb eine Feuchtemessgerät die preiswerteste Investition wenn sich einer ein gebrauchtes Boot kaufen möchte um einen Fehlkauf – meist weit überteuert zu erwerben. Die meisten die sich da einen Jungendtraum verwirklichen wollen, werden immer noch mit unrealistischen Preisen, die sogar den Messeneupreis überschreiten abgezockt wo sich dann mancher seine Bastelarbeiten für die optische Aufbereitung vergolden lässt. Lasst Euch auch nicht mir Hinweisen ködern die im Kaufvertrag vermerkt werden wie z.B. „Frei von Osmose“, denn solche Vereinbarungen sind im Osmoseschadensfall nicht durchsetzbar, da es nun mal kein GFK-Schiff in Polyesterbauweise gibt das frei von Osmose ist – Ausnahme es war noch nie im Wasser.

Schaut Euch auch das Video an wo eine fachgerechte Sanierung einer Dias gezeigt wird. Spätesten jetzt wird der Laie auch erkennen, dass es mit ein bisschen Anstreichen oder ein paar Lagen Gelshild nicht getan ist und im Grunde nur ein Notbehelf bleiben kann. Damit wird auch verständlich, dass z.B. ein 10 m Boot nicht für 2 bis 3 tausend Euro sich restaurieren lässt und es sollte einer an die 1000,-€ zzgl. 19% Mwst. je laufenden Bootsmeter kalkulieren, wobei da zusätzlich Kosten für Kielsanierung hinzu kommen. Das was da von manchen Bootswerten für 2-3 tausend vermittelt wird, ist nichts anderes als ein Boot ein wenig abschleifen, darauf ein paar Lagen Epoxid zu streichen, was dann im Grunde für ein paar Jahre funktionieren kann aber immer ein Notbehelf bleiben wird.