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Thema: Unterwasserschiff Aufbau

  1. #1
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    Beitrag Unterwasserschiff Aufbau

    Moin,
    In dem Film von Yacht TV wird die Dyas mit epoxydharz mit Aluminiumpulveranteilen gestrichen. Kann ich darauf primokon und international 300 streichen?

    Viele Grüße
    Carsten

  2. #2
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    Standard AW: Unterwasserschiff Aufbau

    Hallo Christian,
    Epoxidharze können mit vielen Arten von Pigmenten versehen werden. Z.B. die Multicoat-EP sind mit Aluminiumoxid pigmentiert, VCTar2 wird mit Quarzsand pigmentiert, Gelshield wird mit Kalk pigmentiert, oder auch Pigmentierungen mit Felsspat, Eisenglimmer, usw. sind möglich. Daher sollte auch der Anwendungsfall vorher genau beurteilt werden um die Auswahl eines Epoxides zu bestimmen. Z.B. Aluminiumoxid bilden einen sehr guten Korrosionsschutz, reduzieren das altern, erhöhen die Schlagfestigkeit, reduzieren die Rissbildung usw. Da nun mal alle Epoxide nach dem aushärten Antihafteigenschaften haben, ist es zwingend erforderlich vor einen Antifoulinganstrich den passenden Haftvermittler zu streichen.

    Intershield 300 ist identisch mit Multicoat bzw. RELEST® Protect 347 2K-EP-Multicoat von BASF. Da auch Hempel das gleiche Produkt hat, dürfte der Hersteller BASF sein. Wichtig bei Multicoat ist, dass die empfohlenen Trockenschichtstärken eingehalten werden. Wird zu viel aufgetragen, dann geht das zu Lasten der Elastizität und es kommt zu großflächigen Abplatzungen. Da sollte immer der Anwendugsfall vorher geprüft werden, ob z.B. ein Schlag-Zähes Reinepoxid nicht die bessere Lösung wäre. Darauf ein Primokon, (Naphta-eingedicktes Erdöl) als Haftvermittler halte ich nicht für geeignet. BASF empfiehlt daher auf solchen Multicoat-Beschichtungen als Haftvermittler nur Vinyle, die auch Alterungsbeständig sind und das auskreiden der Epoxide weitgehend verhindern. Daher ist nur ein Antifouling das als Trägerkomponente Vinyl verwendet kompatiebel. Erodierende AF wie z.B. Micron Extra, Micron WA (identisch) passen dann nicht. Da ist dann ein Primokon als Haftgrund erforderlich.
    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: Unterwasserschiff Aufbau

    Vielen Dank für die schnelle Antwort,

    Vielleicht noch ein paar Angaben zu meinem Projekt.
    Ich habe ein Teil ( Kielbereich) des Unterwasserschiffes meines Folkebootes bis auf das Geelcoats abgeschliffen, ich musste ein paar Osmoseschäden angehen. Nun möchte ich diesen wieder aufbauen. Der Rest ist noch mit Mikron WA gestrichen, was da drunter ist, das weis ich leider nicht.
    Ich wünsch noch schöne Ostertage.

  4. #4
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    Standard AW: Unterwasserschiff Aufbau

    Einfach mit einer Lage Marine 470 Vinyl grundieren, darauf dann ein selbstabschleifendes Antifouling z.B. Marine 522 LF, das wegen der Kompatibilität eine Vinylträgerkomponente hat. Bei Saisonwasserlieger 1 x, bei Dauerwasserlieger 2 x, den Waserbass immer mit einer Lage zusätzlich streichen wegen der Reinigung. Das reicht je nach Auslastung bei Saisonwasserlieger mehr als 2 Jahre, bzw. bei Dauerwasserlieger mehr als 3 Jahre.
    Grüße Friedrich

  5. #5
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    Standard AW: Unterwasserschiff Aufbau

    Super vielen Dank.

    Passt das Antifouling auch für unseren Liegeplatz in der Schlei in einem Nor (Brackwasser), Wassertiefe ca 1.6m und dann viel Schlamm?

  6. #6
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    Standard AW: Unterwasserschiff Aufbau

    Da das AF Trikesilphophate enthält siehe http://www.gifte.de/Chemikalien/tri-...ylphosphat.htm bietet es den zur Zeit besten Bewuchsschutz aller Antifoulings. Es hat eine internationale Zulassung, so dass auch rechtlich keine Bedenken bestehen. Wir müssen uns aber auch ehrlich machen, in der Schleimündung im Schlamm haben wir es mit Rankenfußskrebsen zu tun die sich bei Kontakt mit dem Kopf am Unterwasserschiff anzementieren. Daraus entstehen dann die Seepocken und es gibt inzwischen weltweit keinen Schutz mehr, egal was wir streichen. Seepocken werden also immer durch direkten Kontakt wie z.B. Grundberührung, Muringleinen, Fender übertragen. Das Antifouling kann den Seepockenbefall noch reduzieren, aber kommt es zum Kontakt durch Berührung, dann kann es die Seepocken nicht verhindern. In solchen Fällen bleibt nur die Möglichkeit den Standort zu wechseln.
    Grüße Friedrich

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