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Thema: Welches AF

  1. #1
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    Standard Welches AF

    Hallo,

    ich habe mir vor zwei Jahren ein Boot gekauft welches in der Nähe von Lignano liegt.
    Jetzt ist ein neues AF nötig, allerdings weiß ich nicht welches bis dato verwendet wurde.

    Welche Möglichkeiten habe ich ohne das alte Antifouling komplett zu entfernen?


    Grüße Stefan

  2. #2
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    Standard AW: Welches AF

    Hallo Stefan,
    im Grunde haben wir nur die Möglichkeit sauber anschleifen, was lose ist muss weg, 1 x mit Marine 470 Vinyl streichen, darauf dann 2 Lagen Marine 522 Ecoship. Wenn wir kein Teflon PTFE oder Silikon im Antifouling haben, dann dürfte die nächsten 3 Jahre nichts passieren. Wichtig, Taupunkt beachten, das ist der häuffigste Fehler der gemacht wird, denn da haben wir es immer mit Abplatzungen zu tun. Farbwechsel achten, Primer z.B. rotbraun Antifouling dann schwarz. Schutzhandschuhe und besonders die Schutzbrille ist bei der Verarbeitung ein muss.
    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: Welches AF

    Hallo Friedrich,
    vielen Dank.
    Kannst Du mir noch sagen wieviel ich jeweils für mein Boot (11,64m x 4,09m ohne Badeplattform) ungefähr benötige und wo ich es bekomme?
    Was bedeutet Taupunkt? Bin in Sachen Antifouling ein ziemlicher Neuling.
    Danke.

    Gruß Stefan

  4. #4
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    Standard AW: Welches AF

    Hallo Stefan,
    die Berechnung ist für ein Motorboot (4,09 x Tiefgang) x 11,64 = m²
    Segelboot Langkiel (4,09 x Tiefgang) x 11,64 x 0,75 = m²
    Segelboot Kurzkiel (4,09 x Tiefgang) x 11,64 x 0,50 = m²

    Da mir die Angaben zur Bootsart und Tiefgang fehlen kann ich das nicht ausrechnen.

    Die Ergiebigkeit vom Marine 470 Vinyl Primer = ca. 7 m²/ltr.
    Marine 522 Ecoship Antifouling = ca. 8 m²/ltr.

    Beim Taupunkt geht es darum, dass die Objekttemperatur weitgehend gleich mit der Umgebungstemperatur sein soll. Besonders im Frühjahr haben wir in den Nachtstunden erhebliche Temperaturabsenkungen, so dass ein Boot entsprechend abkühlt. Wenn jetzt am Vormittag die Lufttemperatur besonders bei Sonneneinstrahlung sehr schnell ansteigt, dann hat das Boot z.B. eine Temperatur von 8°C und die Luft eine Temperatur schnell mal 15-20°C. Damit bildet sich auf der Schiffsoberfläche Kondensfeuchte, darauf haftet dann keine Beschichtung. Viele Skipper übersehen das, dass alte Antifoulinganstriche microporös sind und daher die Feuchte wie ein Schwamm aufnehmen. Wird dann ein solches Antifouling überstrichen, dann bilden sich Blasen die oft für eine osmose gehalten werden oder es kommt zu Abplatzungen.

    Unter http://shop-af.de/contents/de/d123.html haben wir den Onlineshop-Warenkorb. Da kann jeder die Produktdatenblätter ausdrucken, und auch für die Anwendung wie Mischwanne zum umtopfen, Fellrollen, Rührstab, Schutzbrille, Schutzkleidungg usw. bestellen.

    Da es für Dich Neuland ist, meine Tel.Nr. 0841-9985822 ich bin ab 11 Uhr Vormittag bis Abends 20 Uhr zu erreichen. Da im Augenblick Hochsaison ist, musst Du es mehrmals versuchen wenn die Leitung belegt ist.

    Grüße Friedrich

  5. #5
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    Standard AW: Welches AF

    Hallo Friedrich,
    danke für die Erklärung.
    Sollte man die Welle und Propeller ebenfalls mit einem Antifouling behandeln?
    Sehe das in Lignano öfter allerdings kenne ich das von Kroatien nicht.

    Gruß Stefan

  6. #6
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    Standard AW: Welches AF

    Hallo Stefan,
    die Welle ist kein Problem, aber auf der Schraube kommt es sehr schnell zu Abplatzungen auf Grund der Kavitation. Wir haben zahlreiche Versuche gemacht um die Haftung entsprechend zu erhöhen. Am besten hat sich das Prop Speed noch bewährt, das jetzt auch in Deutschland zu haben ist siehe http://www.unique-bremen.de/index.ph...men/newsarchiv
    Aber auch das sind die Rückmeldungen von Blauwasserseglern sehr unterschiedlich. Ich kenne noch nicht die Preise in Deutschland, aber in USA muss einer für eine Schraube ca. 300,- Dollar kalkulieren.
    Um die Haftung zu erhöhen brauchen wir Rauigkeitsbeiwerte um 2,5, dann mit heißer Gasflamme (ca. 1000°C) einige Sekunden ausschwitzen, mit Trychloräthylen nachreinigen. Damit haben wir bei 2 Yachten ca. 300 Motorstunden geschafft, bzw. mehr als 6 Monate. Bei Wiederholungen ist uns die Beschichtung nach wenigen Stunden abgefallen. Am besten ist immer noch eine Eigenproduktion das sich mit einer 2 K.Epoxidgrundierung und reichlich Kupfer(I)oxid oder Kupferpulver selbst anmischen lässt. Aber auch da ist die Vorbehandlung wie beschrieben erforderlich.
    Grüßé Friedrich

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