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Auf der Haupt-Seite finde ich zu Kiel-Sanierung:
- RELEST® PROTECT 377 EP- PRIMER ZM / WG ZINK
- RELEST® MARINE PROTECT 346/347 2K-EP- Multicoat
- RELEST® - 470 MARINE -SEALER
- Antifounling
Wie ist das zu lesen? Als "und" oder als "oder"?
Braucht das 377 zwingend eine (oder mehrere?) Lagen des 346/347 als Zwischenbeschichtung?
Oder kann man das 377 direkt mit dem 470 primern?
Hallo Birdie,
ich sehe die Kielsanierung immer mit anderen Augen als die Meisten Skipper. In der Regel haben wir beim Kiel einen stark verunreinigten minderwertigen Stahlguss, der auf Grund von Schwefel und Phosphorverunreinigungen altert - korrodiert. Natürlich können wir das bei dem beschrieben Beschichtungsaufau verlangsamen aber nicht dauerhaft verhindern. Ich sehe da die Verhältnismäßigkeit. Wird aber ein Kiel vorher gestrahlt dann macht der Beschichtungsaufbau Sinn. Erschwerend ist aber, dass unsere Gebindegrößen nich für solche kleinen Anwendungen ausgelegt sind. Da muss sich einer aus dem Bootszubehör behelfen, beim Sealer und Antifouling ist das kein Problem, denn da haben wir sogar 0,75 Liter Gebinde.
Grüße Friedrich
richtig - es ist nicht unbedingt das qualitativ hochwertigste Material. Er erfüllt seinen Zweck auch mit Rost (sogar besser, er wird ja schwerer ).
Der Kiel ist mit Epoxy beschichtet, aber man sieht, dass es darunter arbeitet. Noch gibt es keine Risse. Ich könnte also einfach alles ignorieren und RELEST® - 470 MARINE -SEALER drauf, dann RELEST® MARINE 522 AF, und mich um den Kiel erst dann kümmern, wenn das Epoxy bricht und der Rost "aufblüht". Ich bin noch unentschlossen.
Ich würde ihn jetzt sowieso nicht sandstrahlen, eher mit der Flex und Topfbürste... Das wird natürlich nicht ganz so schön, zumal die Oberfläche nicht ganz eben ist.
Was die Gebindegröße angeht: es sind etwa 5m2. Im Shop finde ich das RELEST® PROTECT 377 EP- PRIMER ZM / WG ZINK in der 1,4l Dose - das sollte doch reichen.
Brauche ich dann noch eine 2,5l Dose RELEST® MARINE PROTECT 346/347 2K-EP-MC - Multicoat ?
Hallo Birdi,
auf dem Zink ist die EP-Beschichtung mit dem Multicoat zwingend erforderlich. Ansonsten funktionieren die Topfbürsten zu wenig, da ist eine grobe Putzscheibe - nass zu schleifen die bessere Lösung. Die Praxis der Skipper in der Adria ist, zu warten bist der Rost durchbricht, den Bereich mit der Flex sauber machen, Primern und dann Antifouling. Das geht einfach und schnell.
Grüße Friedrich
Hallo Birdi,
auf dem Zink ist die EP-Beschichtung mit dem Multicoat zwingend erforderlich. Ansonsten funktionieren die Topfbürsten zu wenig, da ist eine grobe Putzscheibe - nass zu schleifen die bessere Lösung. Die Praxis der Skipper in der Adria ist, zu warten bist der Rost durchbricht, den Bereich mit der Flex sauber machen, Primern und dann Antifouling. Das geht einfach und schnell.
Grüße Friedrich
Da hätte ich bitte noch eine Verständnisfrage zu: ich habe eine 40 Jahre alte Maxi 77 mit Gusskiel. AF ist Hempel Globic 9000. Am Kiel haben wir im letzten Herbst ein paar dicke Rostblasen entdeckt, die ich jetzt im Winterlager natürlich bearbeiten möchte. Meine Idee war: abschleifen mit Flex und Fächerscheibe bis auf den blanken Stahl, dann als Primer RELEST® MARINE 251 1K-CR-PRIMER und darüber wieder Globic 9000. So lese ich auch den vorletzten Satz.
Nun verstehe ich aber den ersten Satz hier oben so, dass auf den Primer (der doch Zink enthält) erst noch eine EP-Beschichtung muss?
Da bin ich verwirrt. Kannst Du mich aufklären? Danke im Voraus!
Hallo,
wir unterscheidenzwischen einer vollständigen Sanierung, bei gestrahlten Kiel, die z.B. mit Zink - Eisenglimmer - Multicoat erfolgt, oder aber einer Nachbesserung am Kiel. Da wir beim Kiel in der Regel einen minderwertigen - stark verunreinigten Stahlguss haben, fehlt in den meisten Fällen die Verhältnismäßigkeit für eine vollständige Sanierung. Was sich daher - auch eigene Erfahrungen in der Adria bewährt hat, den Bereich wo die Korrosion durchbricht mit der Flex, groben Putz-Scheibe sauber machen, den Marine 251 Chlorkautschuk-Primer streichen, dann Antifouling, das geht einfach und schnell. Da bei unseren Antifoulings der Bewuchsschutz in der Regel nach 3-4 Jahren erneuert wird, werden dann die Korrosionsschäden am Kiel wieder nachgebessert, was dann kein großer Aufwand ist.
Gruß Friedrich
noch eine Frage, da ich inzwischen etwas ausbessern muss, nämlich an der Rumpf-Kiel Verbindung, wo schon Sika drauf war.
Der Rest des Kiels hält sich noch gut. Dort hatte ich mit RELEST® MARINE 251 1K-CR-PRIMER grundiert, dann den RELEST® - 470 MARINE -SEALER als Haftvermittler und dann das Antifouling aufgebracht.
Wie mache ich das nun mit dem Sika? Zwischen Chlorkautschuk und Vinyl-Primer? Also so:
RELEST® MARINE 251 1K-CR-PRIMER
Sika 292
RELEST® - 470 MARINE -SEALER
RELEST® MARINE 522 AF
Oder sollte schon eine Lage Vinyl Primer unters Sika?
Hallo Birdie,
unsere Erfahrung ist, wird zuerst der Marine Sealer 470 aufgetragen und dann das Sika, dann löst sich der Primer auf. Bei Pantera ist das kein Problem. Für die Kielfuge ist also das Pantera besser geeignet.
Ansonsten muss zuerst das Sika aufgetragen werden und wird dann nach der Aushärtung mit dem Primer überschichtet.
Grüße Friedrich
.....auch der 251 hält dem Sika nicht stand. Wir haben es bei Sika mit Silikon zu tun und die Lösungsmittel im Sika lösen Polyurethan auf. Daher funktioniert nur, wenn das Sika ausgehärtet ist, keine Lösungsmittel mehr vorhanden sind. Dann kann Sika überstrichen werden. Umgekehrt aber, geht das nicht.
Pantera ist auch für den Anwendungsfall besser geeignet.
Hallo Bernd,
die Frau Decker hat mich wegen den Pantera verständigt das in Frankreich nicht zu haben ist. In Frankreich gibt es sicherlich Baumärkte oder einen Farbenfachhandel. Die Führen mit Sicherheit PU-Kleber-Dichtung so wie auch die Silikone. Die PU-Dichtmasse hat eine bessere Haftung als Silikon, ist Seewasserbestänig und kann auch auf dem getrockneten Marine 470 Vinyl Primer aufgetragen werden und wird nach der Aushärtung einfach wieder mit der Vinyl Grundierung dann Antifouling überstrichen. Da der Kiel sich immer ein wenig bewegt, gibt es dann in diesen Bereich Risse, die aber zu vernachlässigen sind und beim nächsten Anstrich einfach mit dem Antifouling wieder überstrichen werden.
Grüße Friedrich
nur um Missverständnissen vorzubeugen:
Das für die Kiel-Rumpf-Verbindung oder auch für die Deck-Rumpf-Verbindung zu verwendende Sika 292 ist PU-basiert (wie auch das "normale" Sika 291i).
Das Pantera MS3000 (egal ob /40 oder /60) ist SMP-basiert, also als silan-modifiziertes Polymer deutlich näher an "Silikon" als Sika.
Lösungsmittelfrei sind beide. Keine Ahnung, was da den Primer anlöst.
Aber egal, wenn's Erfahrungswerte gibt, dass Sika auf dem 251 Primer oder auf dem 470 Sealer Probleme macht, dann nehme ich natürlich Pantera.
Pantera ist allerdings das Produkt einer kleinen deutschen Firma und im Ausland unbekannt. Ich musste es also erst einmal in Deutschland bestellen. Die Lieferung dauert eine Weile.
Wie gut es tatsächlich hält werde ich dann berichten. In zwei Jahren oder so. ;-)
Hallo Birdie,
ich habe zu dem Thema leider keine eigenen Erfahrungen und gebe das weiter was uns unsere Kunden mitteilen.
Streichen wir zuerst den Marine 470 in die Fuge und darauf Sika, dann wird der Primer angelöst und schmierig. Es ist aber kein Problem, zuerst mit Sika zu verfugen, warten bis es trocken ist und dann mit dem Primer überschichten. Die Mitteilung mit dem Pantera dass es auf die Grundierung von Marine 470 gestrichen werden darf ist von unseren Kunden. Der Grund ist, Sika härtet durch ausdiffundieren der Lösungsmittel, Pantera ist 2 Komp. und härtet durch eine chemische Reaktion.
Grüße Friedrich
wenn ich das Sika direkt aufs Metall auftrage, dann wird's wohl bald wieder blühen und die Dichtung ist dahin.
Daher möchte ich erst den 251 Korrosionsschutz aufbringen. Der braucht ja, um wirken zu können, Kontakt zum Metall.
Dann erst kann Sika drauf - oder eben Pantera, wenn's denn besser hält.
Sowohl Sika als auch Pantera sind lösungsmittelfrei. Beide härten irreversibel durch chemische Reaktionen.
Wir werden's sehen. Versuch macht klug.
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